Thusnelda

2025

3 Zeichnungen in Prägetechnik, Erde auf Papier, 29,7 x 42 cm, 2025

Die geschichtliche Figur
Laut Tacitus verliebte sich Thusnelda in den Cheruskerfürsten Arminius, auch als Hermann bekannt, und floh mit ihm vor ihrem Vater Segestes, der sie einem anderen versprochen hatte. Segestes nahm sie gefangen und übergab sie mit ihrem Sohn den Römern, wo sie als Kriegsbeute im Triumphzug des Germanicus vorgeführt wurde. Arminius sah sie nie wieder.

Die Statue
Die Statue ist eine Kopie einer Gewandfigur aus der Villa Medici in Rom, die seit 1780 in der Loggia die Lanzi in Florenz steht. König Friedrich Wilhelm IV. und seine Gemahlin Elisabeth sahen sie 1858 auf ihrer Italienreise und ließen durch Emil Wolff eine Kopie anfertigen. Ursprünglich im Säulenhof der Orangerie in Sanssouci aufgestellt, musste sie 1873 dem Denkmal des verstorbenen Königs weichen und wurde schließlich 1904 an ihren heutigen Standort im Sacrower Park versetzt.

Hier fand ich das Schicksal einer Frauenfigur, die von ihrem Geliebten für immer getrennt und als Statue ihren Platz zugunsten eines anderen räumen musste. Eine doppelte Melancholie. Mit Erde aus dem Teutoburger Wald am Hermannsdenkmal, Erde aus Rom und dem hiesigen brandenburgischen Boden schuf ich eine Trilogie der Thusnelda, drei geografische und symbolische Orte in einem Werk vereint



2
1
3
↑ NACH OBEN