Friederika beyond

2024/25

Friederika beyond, 12 Zeichnungen in Prägetechnik, Graphit auf Papier, jeweils 15 x 15 cm, auf Spiegel-Glasstelen, 25 x 15 x 15 cm

Ein Foto meiner Urgroßmutter, welches ich in dem Buch: „Friedenstal in Bessarabien, Geschichte einer deutschen Siedlung und ihrer Menschen“ gefunden habe, nahm ich als Grundlage für diese Arbeit.

Mittels eines Lichttisches zeichnete ich das Porträt auf beide Seiten eines Papiers ab und bearbeitete die Zeichnungen danach beidseitig mit meinem Daumen fühlend. Ich versuchte eine Verbindung zu Friederika zu knüpfen, sie quasi zu erfühlen. Durch die Bearbeitung mit dem feuchten Daumen wurde die Zeichnung unscharf, das Bild rückte wieder ins Verborgene. Ein sehr intimer Prozess, ein Dialog mit einem Bild. Ein Versuch meiner Urgroßmutter näher zu kommen. Begriffe wie Kraft, Strenge, Stärke, Mut, Trauer, mitunter etwas Humor tauchten auf und verschwanden wieder. Ich bin ihr ein Stück näher gekommen und doch ist sie mir wieder entrückt. Ein Pulsieren, ein Atemzug, ein Hauch.



Friederika beyond

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